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Anneliese Weiß feierte ihren 100. Geburtstag

Ausflugskutschfahrt am Ehrentag

Anneliese Weiß wurde am 6. November 1921 in Roßlau in Sachsen-Anhalt geboren.
Sie wuchs mit zwei Schwestern wohlbehütet in der Stadt an der Elbe auf. In der Rückschau waren vor allem die schrecklichen Kriegsjahre sehr prägend für die junge Frau, sehr häufig erzählt sie davon und dass ihre liebe Mutter sie sehr beschützt hat.
Ihren Mann Heinrich lernte sie in Roßlau kennen, er war als Soldat stationiert in der dortigen Kaserne. Der gebürtige Ingelheimer heiratete seine Anneliese 1942 und zog mit ihr wieder zurück in seine Heimatstadt.
Auf glückliche und erfüllte Jahrzehnte darf die Jubilarin zurückblicken. Sie schenkte zwei Söhnen das Leben und drei Enkelsöhne komplettieren die Familie. Neben den Aufgaben zu Hause verdiente sie in einem Haushalt und in einem Wirtshaus noch etwas zum Familieneinkommen dazu.
In ihrer Freizeit sang sie begeistert im Kirchenchor in Ingelheim.

Die überaus rüstige und liebenswerte Jubilarin wohnt seit dem 28.02.2019 im Puricelli Stift in Rheinböllen. Für ihr Alter ist sie noch sehr fit, auch ihr geistiger Zustand ist bewundernswert.

Für ihren Ehrentag hatte sich Jutta Jung, sie ist die Leiterin der Sozialen Betreuung und Alltagsbegleitung in der Altenhilfeeinrichtung der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, etwas ganz Besonderes ausgedacht. Im Vorfeld hatte sie mit der immer gut gelaunten Bewohnerin geplaudert und nach einem Herzenswunsch gefragt. Ihre prompte Antwort war: „Ich möchte so gerne einmal mit einer Kutsche fahren!“
Jutta Jung hörte sich in der Umgebung rund um Rheinböllen um und fand mit Heinz Lanz aus Wahlbach einen Verbündeten, der der Jubilarin diesen Wunsch nur zu gerne ermöglichte.
An ihrem 100. Geburtstag wurde Anneliese Weiß morgens mit der Umsetzung überrascht.
Direkt nach dem Frühstück ging es um 10 Uhr los nach Wahlbach im Hunsrück. Franziskanerbruder Johannes Maria, Seelsorger im Puricelli Stift, fuhr die Jubilarin gemeinsam mit Jutta Jung dorthin. Vor seinem Wohnhaus am Ortsrand wartete Heinz Lanz mit seiner Kutsche und von dort startete die Überraschungsfahrt in die schöne Natur zwischen Flur und Feld.

Gut eingepackt in Decken ging die Kutschfahrt los, das Wetter hätte an diesem Tag nicht besser sein können. Anneliese Weiß war total begeistert: „Ich hätte nie gedacht, dass dieser Wunsch noch in Erfüllung gehen würde, ich bin sehr froh und dankbar.“
Gemeinsam mit Jutta Jung genossen sie die Aussicht, die Sonne, die herrliche Luft und die bunten Herbstlaubbäume. Unterwegs wurde gesungen, erzählt und sehr viel gelacht.

Jutta Jung ist sichtlich gerührt von ihren Eindrücken: „Selbst für mich war es zeitweise sehr schwer, die Tränen der Rührung zurückzuhalten, es war ein so schöner und inniger Ausflug.“

Nachmittags feierte Anneliese Weiß noch mit ihren Freund*innen, Familienangehörigen und Pfarrerin Petra Lohmann mit Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Sogar ihre jüngste Schwester Charlotte aus 600 Kilometer Entfernung kam zum Jubeltag. Auch die Bürgermeisterin Bernadette Jourdant gratulierte herzlich und überreichte ein Präsent der Stadt Rheinböllen.  Zwei Tage später hatte am Montagnachmittag auch die Tagespflege Ochs einen Kaffeeumtrunk und kleine Feier für sie ausgerichtet.

Die Heimleitung, alle Mitarbeitenden und alle Senior*innen wünschen von Herzen noch viele gemeinsame und gesunde Jahre!

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